Verantwortung - wie funktioniert der Prozess der Verantwortung?

Im Sommer hatten wir die Freude, eine ganz  besondere Strategietagung zu moderieren. Ein Konzern betritt die 1000-Mitarbeiter-Schwelle und will sich in der Führung "agiler" aufstellen. Agilität bedeutet - weniger Hierarchie, mehr Beweglichkeit und mehr Eigenverantwortung.

 

Dabei lernten wir ein Modell von Christopher Avery kennen: An einem Beispiel wird deutlich – wie die biologische Struktur der Vernunft vorgeht, dass es in der Natur des Verstandes liegt, in einer festgelegten Reihenfolge zu reagieren. Beispiel = Mein Schlüssel ist weg – er ist nicht da, wo ich ihn vermutete !?!!?

 

Was läuft dann in uns ab?

 

Der erste biologische Schritt ist das Leugnen
Die (Haltung dahinter = der Schlüssel ist nicht weg, das kann nicht sein – ich habe ihn gestern noch gesehen ...)

 

Dann folgt als nächstes das Beschuldigen

(Haltung = ein anderer muss es gewesen sein, denn ICH weiß ja, dass ich noch gestern ...)

 

Der nächste Schritt, Verantwortung nicht zu übernehmen ist Rechtfertigen.

(na ja, ich habe ja derzeit so viel zu tun, da kann man schon mal irren ...)

 

Der Weg zur Verantwortung geht über ins Schämen, dann, wenn offiziell eingestanden werden muss, dass man es selbst war.

(warum passiert mir so etwas ...?)

 

Ein letzter (optionaler, weil nicht zwingender) Zwischenschritt vor der Lösungsorientierung ist das Aufgeben

(Ich kriege es wohl nie hin …)

 

Bevor diese Illusion in sich zusammenfällt und Verantwortung übernommen wird kommt dann eine zünftige Selbstverpflichtung

(Ich nehme mir vor – ich lege den Schlüssel ab jetzt ....)

 

 

Ab hier beginnt erst echte Verantwortung. Aber braucht es dazu wirklich all die Zwischenschritte oder wie kann man trainieren, darauf - wann immer möglich - einfach zu verzichten? Erkennen wir nicht alle darin eigene Handlungsweisen oder auch bekannte Reaktionsmuster bei anderen?

  

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