Was hat Führung mit Weisheit zu tun?

Heutzutage nennt man es nur anders: Leadership

Die ersten Ratschläge über gute Führungsqualitäten sind mehr als 5.000 Jahre alt. Wer diese sorgfältig studiert, erkennt, dass sie ebenso für die heutige Zeit Gültigkeit haben könnten. Der indische Autor Monohar I. Chibber beschreibt in seinem Buch „Führung“, was bereits in der alten vedischen Hochkultur Bestand hatte. Im Epos 'Mahabarata' wird erzählt, dass vor 3000 Jahren vor Christus in Indien auf dem Schlachtfeld von Kurukshetra eine grausame Schlacht wütete. Es war ein blutiger Konflikt zwischen Vettern, den Pandavas und den Kauravas. Der Kampf endete mit einem vollständigen Sieg der Pandavas. In dieser Schlacht, welche vierzehn Tage lang dauerte, war Bhishma Oberkommandierender der Kauravas. Dieser große alte Mann – zur Zeit der Schlacht war er schon sehr alt – er wurde von der herrschenden Elite beider Kriegsparteien geliebt, respektiert und verehrt; dermaßen hoch war das Ansehen dieses großen Führers. In der Schlacht wurde er ernsthaft verwundet und lag sterbend auf dem Schlachtfeld. Mit leiser aber fester Stimme sprach der große alte Mann:

 

Wer die Führungs-Kunst erlernen will, der gebe Acht auf folgende Regeln:

  • Wahrheit ist die höchste Zuflucht. Die ganze Welt ruht auf Wahrheit. Das Verhalten eines Führers sollte ohne Tadel sein. Demut,  Selbstbeherrschung, Rechtschaffenheit, Aufrichtigkeit sind nötig. Er sollte seine Leidenschaften unter vollkommener Kontrolle haben  
  • In Sanftmut und Strenge lauern Gefahren. Der König sollte nicht zu milde sein, die Leute werden nicht genug Respekt vor ihm und seinen Worten haben. Er muss aber auch das andere Extrem vermeiden, nämlich zu streng zu sein. Die Leute werden dann Angst vor ihm haben 
  • Mitgefühl muss Teil seiner geistigen Ausrüstung sein. Aber er muss sich davor hüten, eine zu versöhnliche Persönlichkeit zu sein, denn sonst wird er von schlechten Menschen als Schwächling betrachtet, und sie werden sich Vorteile daraus verschaffen und alles vergiften 
  • Des Königs erste Pflicht besteht gegenüber seinem Volk. Er sollte sich um das Volk kümmern, ohne selbstgefällige Gedanken. Seine eigenen Wünsche und Begehren muss er denen seines Volkes unterordnen. Er sollte sein Volk behüten, wie eine Mutter ihr Kind behütet 
  • Ein König braucht Unterstützung und Miteinander. Wenn er von seinen Untertanen verehrt wird, wird er ganz natürlich auch von seinen Feinden respektiert. Nichts, selbst nicht die geringste Handlung von Bedeutung kann von einem einzelnen Menschen vollbracht werden  
  • Hege keine Bosheit in Deinem Herzen, absolut keine! Rechtes Handeln mit Herzweisheit ist das Losungswort eines Königs. Nichts ist kraftvoller! In dem Ausmaß, wie du Rechtes Handeln vernachlässigst, wird der Zerfall einsetzen.

 

Nachdem er das alles gesagt hat - so die Sage - lächelte Bhishma schwach und schloss die Augen.

 

Das alles klingt sicherlich etwas altmodisch!? Aber wir finden Hinweise davon auch in unserer Sprache. Zum Beispiel stammt das Wort Tugend ab von der Wortherkunft „taugen“. Und wie findet man heraus, was etwas taugt? Im Zusammenspiel von Körper und Geist, im Inne-halten, im Innen-Bewegen, in der Muße liegt eine unendlich große Strahlkraft. Gemeint ist Meditation. Und diese Fähigkeit des Meditierens kann man lernen. Die schönste Übersetzung stammt von einem Physiker: David Bohm 

 

Meditation bedeutet, das innere Maß und die innere Kraft (Körperintelligenz)

zu finden, Körper & Geist zusammenbringen und zu lernen, sie auch im Alltag zusammenzuhalten.

 


  

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